UGC vs Werbevideo: Wann dein Content kein User Generated Content mehr ist

Ich möchte dir heute etwas erzählen das mir schon öfters begegnet ist und weshalb ich meine Angebote deshalb noch klarer definiere.

Nadi Beckmann Content Strategin und Beauty Expertin
Von Nadi Beckmann | Podcast Beauty Striptease

Wenn du grade mit UGC startest, sei es als Creator oder als Marke, die Creator sucht, dann könnte es sein das du dich in diesem Beitrag wieder erkennst – egal ob du auf der einen oder der anderen Seite stehst.

Es geht um einen Moment der so unscheinbar beginnt. Eine Anfrage kommt rein – wir möchten das du ein UGC-Video für uns machst. Authentisch und persönlich. Du sollst zeigen, wie du ein Produkt im Alltag nutzt. Kein großes Produktionsteam und das Skript ist ein Anwendungsvideo. Einfach du – ehrlich und nah.

Und dann fangen die Feedbackrunden an.


„Könntest du noch kurz…“

Kennst du diesen Satz?

„Könntest du noch kurz noch mehr USP von der Firma erwähnen?“ „Könntest du noch kurz eine Grafik einbauen?“ „Könntest du noch kurz erklären warum das Produkt besonders ist?“ Am Ende muss noch der klare Call to Action rein und plötzlich ist das Endergebnis ganz anders, als wie es im Skript angedacht war. Ihr habt aber ein UGC Video mit einfachen Nutzungsrechten vereinbart.

Jedes einzelne „kurz“ klingt nach nichts. Aber zusammen verändern sie alles.

Irgendwann sitzt du da und merkst: Das ist nicht mehr das Anwendungsvideo das gewünscht war. Das ist nicht mehr mein authentischer Moment aus dem Badezimmer. Das Video soll Elemente für eine Werbung bekommen. Eine strukturierte, argumentierte, strategisch aufgebaute Werbung – ein Creative.

Und das ist okay. Wirklich. Werbevideos sind wertvoll und wichtig.

Aber sie sind nicht dasselbe wie UGC. Und genau da fängt das Problem in der Kommunikation und der Unwissenheit an.

Comedy Twin Creator sitzt überrascht vor einem sehr langen Vertrag mit Infografiken -Symbol für Scope Creep zwischen UGC und Werbeanzeige


Was UGC wirklich ist – und warum es so stark ist

Stell dir vor du rufst deine beste Freundin an. Sie sagt dir: „Ich habe dieses Serum ausprobiert – ich schwöre dir, meine Haut sieht aus wie nach dem Urlaub.“

Du kaufst es. Sofort. Ohne groß nachzudenken.

Nicht weil eine Anzeige dir gesagt hat dass es gut ist. Sondern weil jemand der dir ähnlich ist – der dieselben Zweifel hat, dieselbe Haut, denselben Alltag, das selbe Problem dir von ihrer echten Erfahrung erzählt hat.

Das ist UGC. Ein Erlebnis. Eine Perspektive. Eine ehrliche Stimme.

Es funktioniert weil es sich nicht wie Werbung anfühlt. Weil es nah ist. Weil es menschlich ist.

Und genau diese Qualität geht verloren sobald Struktur, Strategie, Rabattcode und Verkaufslogik dazukommen. Dann ist es eine Influencer,- oder Aktionskampagne.


Der schleichende Übergang

Niemand sagt dir: „Ab jetzt machen wir ein Werbevideo“, wenn du es vorher nicht klar abgesprochen hast.

Es passiert leise. Schritt für Schritt, Korrekturschleifen gehen mehr in Richtung Produkt-Launch – fast unmerklich. Das was von ROI (Return on Investment) herausgeholt wird aus deinem Video wo du vllt 300€ (die du noch versteuern musst) für bekommst inkl. allen Nutzungsrechten die du eventuell abgibst – steht nicht mehr im Verhältnis.

Erst ist es ein kleiner Zusatz. Dann eine zweite Version. Dann Infografiken. Dann ein Call-to-Action. Dann eine Paid-Ad-Version.

Du hast am Ende das Dreifache gearbeitet. Mehr Konzept. Mehr Schnitt. Mehr Verantwortung. Mehr Strategie und du stehst dafür mit deinem Gesicht und deiner Stimme.

Aber das Briefing von Anfang an? Das war UGC. Und der Preis auch. Das hat einen Namen.

Das nennt man Scope Creep. Und es ist einer der häufigsten Gründe warum Creatorinnen das Gefühl haben mehr zu geben als sie bekommen und teilweise unwissentlich benutzt werden. Der Markt ist da – die Cleveren und Unwissenden ebenso.


Warum das keine Frage von schwierigen Kunden ist

Ich möchte hier fair sein.

Die meisten Brands die in dieses Muster fallen machen es nicht aus Kalkül. Sie machen es weil sie nicht wissen was sie nicht wissen. Und das selbe gilt auch für den Creator. Sie denken das ist noch UGC. Und ich gebe zu die Übergänge verwischen sich in der Praxis schnell.

Für viele Unternehmen ist UGC ein relativ neues Format. Sie wissen dass es funktioniert. Aber sie verstehen den Unterschied zwischen einem authentischen Erfahrungsvideo und einem strategischen Werbevideo noch nicht vollständig.

Wenn sie also sagen „könntest du noch kurz…“ dann denken sie nicht: Ich möchte mehr ohne mehr zu zahlen.

Sie denken: Ich möchte dass es noch besser wird.

Dein Job – und ich meine das liebevoll – ist es ihnen den Unterschied zu erklären. Ohne Drama und ohne Vorwürfe. Und am besten klärst du das schon vor den Verträgen, nicht in der Korrekturschleife.


Was du sagen kannst – ohne dich zu verbiegen

Du musst nicht diskutieren oder dich rechtfertigen. Du solltest es nur frühzeitig einordnen, weil du sonst auch Einnahmen und rechte verlierst und dich unter Wert verkaufst.

Ein Satz der mir hilft:

„Was du dir vorstellst geht über klassisches UGC hinaus – das ist eher ein Ad Creative. Ich mache das gerne, aber dann brauchen wir ein angepasstes Angebot.“

Ganz ruhig und ohne Drama.

Das ist keine Konfrontation, sondern Professionalität. Und es zeigt dem Kunden dass du weißt was du tust.

Comedy Twin Creator sitzt ruhig am Tisch und hält einen Vertrag in der Hand – Symbol für klare Kommunikation zwischen UGC und Werbeanzeige


Was das mit deiner Positionierung zu tun hat

Ich glaube dass die Art wie wir über unsere Arbeit sprechen bestimmt wie andere sie bewerten.

Wer nicht benennt was sie tut, wird behandelt als würde sie irgendwas tun. Wer klar unterscheidet zwischen UGC und Ad Creative, wird als Expertin wahrgenommen. Wer Scope Creep stillschweigend mitmacht, wird es immer wieder erleben und sich final nicht gut dabei fühlen.

Das ist keine Frage von Mut. Das ist eine Frage von Klarheit.

Und Klarheit ist die ehrlichste Form von Selbstrespekt die ich kenne.


Mein Tipp für dich als Creatorin

Seh dich nicht nur als Ausführende. Du bist die Gestalterin und kannst nach Absprache vllt sogar das Skript entwickeln. 

Absegnen lassen, klären ob Werbung damit geschaltet werden soll und die Lizenzen klären. Dann hast du auch weniger Stress in der Differenzierung deiner Arbeit und du hast die Bereiche Advertisemnt und Influencing mit beachtet. Viele Firmen sind sich um den Wert bewusst, für andere ist UGC einfach auch nur noch Neuland. 

Jedenfalls ist für mich UGC der Einstieg in eine Welt wo deine Stimme, deine Erfahrung und deine Perspektive Wert haben. Echter Mehrwert. Nicht nur weil du gut vor der Kamera bist, sondern weil du authentisch bist. Und wenn du Reichweite hast, die mit gekauft wird, dann bewegst du dich in einer Mischform von UGC und Influencing. Für reines UGC brauchst du jedenfalls keine Reichweite, lediglich das Wissen über die Abgrenzung zu Advertisement und Influencer Marketing.

Schütz deine Authentizität.

Denn am Ende kaufen Menschen nicht weil eine Anzeige perfekt war. Sie kaufen weil sich jemand ehrlich angefühlt hat. Und das bist du.


Und Firmen buchen dich wieder, wenn deine Arbeit performt hat und authentisch war.

Mein Tipp für Firmen die gerade mit User Generated Content starten

Wenn du als Brand gerade anfängst mit UGC zu arbeiten, dann ist das eine der klügsten Entscheidungen die du treffen kannst, um dich fühlbar. Echte Menschen. Echte Erfahrungen und echte Verbindung.

Aber investiere zuerst in Klarheit. Kläre bevor du buchst was du wirklich brauchst. Ist es Vertrauen das du aufbauen willst? Dann ist UGC dein Format. Ist es Conversion und Verkauf? Dann brauchst du ein Ad Creative.

Hier kannst du dir als Brand / Unternehmen meinen kostenfreien UGC Funnel mini Guide runterladen. Dort habe ich zusammengefasst welches UGC-Format auf welcher Funnelstufe wirkt und was du dabei beachten darfst.

Diese hilfreiche Übersicht spart dir Missverständnisse, Frust und Budgetverschwendung.

Und wenn du nicht sicher bist wo du anfangen sollst – genau dafür gibt es meine Content Strategie Beratung. Ich helfe Brands und Creatorinnen dabei ihren Content klar zu positionieren, die richtigen Formate zu wählen und eine Strategie zu entwickeln die zu ihren Bedürfnissen und Budget passt.

Wenn das nach dir klingt, fühl dich eingeladen mich auch über dieses Kontaktformular zu kontaktieren.


Nadi Beckmann schreibt über Beauty, Lifestyle und die ehrlichen Seiten des Aufbauens – ohne Glitzer drüber. Im Beauty Striptease Podcast spricht sie über Content, Sichtbarkeit, Persönlichkeitsentwicklung und das, was zwischen den Zeilen passiert.

Nadi Beckmann sitzt entspannt und lächelt in die Kamera - Portrait für die Über-mich-Seite mit Fokus auf Remote Work und persönliche Beratung

Hey, ich bin Nadi!

Ich schreibe, um Gedanken sichtbar zu machen – rund um Beauty, digitales Arbeiten und das, was uns im Alltag bewegt.

Notes from a BEAUTYful World verbindet meine Liebe zu Beauty mit meiner Begeisterung für digitales Marketing.

Hier blogge und vlogge ich, teile Content-Ideen aus der Online-Welt und gebe
Beauty-Tipps.

Mich trägt das Zusammenspiel aus Kreativität, Struktur und dem Vertrauen darauf, dass Wiederholung, Resonanz
und Weiterentwicklung echte Wirkung entfalten.

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